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24.10.2026

Hohe Wohnkosten bremsen die Ausbildungs-Mobilität junger Menschen

Nur 47 Prozent der ausbildungsinteressierten Jugendlichen können sich einen Umzug für eine Ausbildung vorstellen. Neben der Bindung an Familie und Freundeskreis gelten vor allem zu hohe Wohnkosten sowie teure und lange Heimfahrten als Hindernisse.

Etwas mehr als die Hälfte der ausbildungsinteressierten Jugendlichen lehnt einen Wohnortwechsel für eine Ausbildung ab oder ist noch unentschlossen. 33 Prozent wären zu einem Umzug in die nähere Umgebung bereit, 14 Prozent könnten sich einen Umzug innerhalb Deutschlands vorstellen. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

57 Prozent der Jugendlichen, die keinen Umzug planen, möchten in der Nähe ihrer Familie, ihres Freundeskreises oder ihres vertrauten Umfelds bleiben. 56 Prozent nennen zu hohe Wohnkosten als Hinderungsgrund. Jeweils 24 Prozent verweisen auf zu lange oder zu teure Heimfahrten.

Die Bereitschaft zum Umzug hängt auch vom Bildungsabschluss ab. 64 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten können sich einen Wohnortwechsel vorstellen. Bei Jugendlichen in Abschlussklassen an Hauptschulen sind es 38 Prozent. Für 55 Prozent dieser Gruppe stellen die Wohnkosten das wichtigste Hindernis dar.

Zu den möglichen Unterstützungsmaßnahmen zählen Beratungsangebote, Berufsausbildungsbeihilfe, Wohngeld und Mobilitätszuschüsse. Auch die Vermittlung von bezahlbarem Wohnraum und Angebote zur sozialen Integration am neuen Wohnort können den Umzug erleichtern.

Aus Verbrauchersicht sollten Jugendliche und ihre Familien bei einem Ausbildungsumzug neben Miete und Fahrtkosten auch zusätzliche Ausgaben einplanen. Dazu können etwa Kosten für Hausrat-, Haftpflicht- oder gegebenenfalls Berufsunfähigkeitsversicherungen gehören. Entscheidend ist, den tatsächlichen Bedarf zu prüfen und keine Verträge allein wegen eines Umzugs vorschnell abzuschließen. Wir beraten Sie dazu gerne.