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17.10.2026

Zuckergetränke und Risiko für Typ-2-Diabetes

Regelmäßiger Konsum zuckergesüßter Getränke kann das Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes erhöhen. Mediziner betonen jedoch, dass auch Bewegungsmangel, genetische Faktoren und eine insgesamt zu hohe Energiezufuhr eine wichtige Rolle spielen.

Große Beobachtungsstudien und Metaanalysen zeigen einen Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Konsum von Softdrinks, Energy Drinks und anderen zuckergesüßten Getränken und einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes. Auch Fruchtsäfte enthalten viel Zucker und sollten nach Einschätzung des Deutschen Diabetes-Zentrums und des Universitätsklinikums Düsseldorf nur in kleinen Mengen getrunken werden.

Ein halber Liter herkömmlicher Cola enthält demnach rund 210 Kilokalorien und 53 Gramm Zucker. Das entspricht etwa 18 Würfelzuckerstücken. Werden solche Getränke regelmäßig zusätzlich zur normalen Ernährung konsumiert, kann dies zu einem langfristigen Kalorienüberschuss und damit zu Übergewicht führen. Übergewicht, insbesondere ausgeprägtes Bauchfett, gilt als wesentlicher Risikofaktor für Typ-2-Diabetes.

Die Erkrankung entwickelt sich meist über Jahre. Neben der Gewichtszunahme können eine zunehmende Insulinresistenz und ungünstige Stoffwechselveränderungen eine Rolle spielen. Weitere Einflussfaktoren sind unter anderem Bewegungsmangel, Alter, Ernährung und die genetische Veranlagung. Ein dauerhaft schlecht eingestellter Blutzucker kann unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle sowie Nieren-, Augen- und Nervenschäden begünstigen.

Ob eine Zuckersteuer den Konsum und langfristig auch die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen senken kann, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Internationale Erfahrungen deuten zwar auf mögliche Effekte auf Rezepturen, Kaufverhalten und einzelne Gesundheitsindikatoren hin. Ein Rückgang der Diabetes-Neuerkrankungen ist bislang jedoch nicht ausreichend belegt.

Aus Verbrauchersicht lässt sich die Zuckeraufnahme vergleichsweise einfach reduzieren, indem zuckergesüßte Getränke häufiger durch Wasser oder ungesüßten Tee ersetzt werden. Für Versicherte kann Prävention zudem relevant sein, weil ein gesunder Lebensstil das Risiko für chronische Erkrankungen senken kann. Welche Vorsorge- oder Bonusleistungen eine Krankenversicherung anbietet, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.