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Krankheit und Arbeitslosigkeit bleiben zentrale Überschuldungsrisiken
Krankheit, Sucht und Unfälle waren 2025 bei 18 Prozent der Ratsuchenden Auslöser einer Überschuldung; Arbeitslosigkeit spielte bei 15 Prozent eine Rolle. Besonders hohe Wohnkosten und die Belastungen Alleinerziehender erschweren vielen Betroffenen die finanzielle Lage zusätzlich.
Das zeigt der Überschuldungsreport 2026 des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff). Auch die Wohnkosten belasten Ratsuchende überdurchschnittlich: Sie verwendeten im Mittel 38 Prozent ihres Einkommens dafür, gegenüber 24 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Alleinerziehende Frauen waren mehr als doppelt so häufig in der Schuldnerberatung vertreten, wie es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Bei Alleinerziehenden mit mindestens drei Kindern lag die Vertretung laut Report sogar beim Siebenfachen ihres Bevölkerungsanteils. Als Belastungen nennt der Bericht unter anderem hohe Fixkosten, fehlende oder unzureichende Unterhaltszahlungen und unzuverlässige Kinderbetreuung.
Männer hatten im Durchschnitt höhere Schulden als Frauen, verfügten laut Report aber auch über höhere Einkommen. Am häufigsten waren Ratsuchende zwischen 30 und 44 Jahren.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher macht der Bericht deutlich, wie stark Krankheit oder ein Einkommensausfall die finanzielle Stabilität beeinträchtigen können. Auch laufende Versicherungsbeiträge gehören zum Haushaltsbudget; bei finanziellen Schwierigkeiten kann es sinnvoll sein, bestehende Verträge und den tatsächlich benötigten Schutz zu überprüfen, statt vorschnell Leistungen aufzugeben. Wir beraten Sie dazu gerne.
